Der Museumskoffer

Der Museumskoffer

Museumskoffer Brandenburg an der Havel

Unzweifelhaft ist die Geschichte das wertvollste Gut einer Stadt. Die Menschen bewahren das, was ihnen wichtig ist schon lange in Kisten, Kästchen oder Schatullen auf und holen es nur heraus, um es anderen zu zeigen. Ansonsten werden Schätze lieber vor der Öffentlichkeit verborgen. Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel hingegen steht für jeden offen und möchte nun den Schritt heraus aus dem eigenen Gemäuer wagen.

Mit dem Museumskoffer, einer „Schatzkiste“ des Museums, erhalten Interessierte die Möglichkeit, das Museum und die Geschichte ihrer und unserer Heimatstadt näher kennenzulernen. Dabei soll der Koffer ein Angebot für alle Menschen sein. Jede Altersgruppe, jede Schulform und auch den sonderpädagogischen Bereich möchte das Museum ansprechen.

Stadtmuseum unterwegs

Der Koffer als didaktisches Medium steht stellvertretend für das Museum mit seiner Sammlung. Anders als im Museum steht sein Inhalt den Schülerinnen und Schülern direkt zur Verfügung. Es ist möglich, gegenständliche Quellen anzufassen und sie eingehend zu betrachten. Hier hören die Möglichkeiten des Koffers allerdings nicht auf. Mit Begleitmaterialien können die aus ihrem Bedeutungszusammenhang entnommenen Exponate in ihren Kontext gestellt werden.

Streiflichterlinks: Motorwagen ALSO, ab 1909 – mitte: Wecker aus dem 20. Jahrhundert – rechts: deutscher Kugeltopf, 13. Jahrhundert

Dazu tritt der Museumspädagoge, der den Koffer gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern auspackt und die Geschichten hinter dem Gegenstand oder dem Foto erzählt oder mit den Lernenden erarbeitet. Fragen, Anmerkungen und Diskussionen sind dabei sehr erwünscht. Im Koffer wird auch eine kleine Medienstation integriert, mit der sich Zeitzeugenaussagen und kurze Dokumentationen wiedergeben lassen.

Schon in der Gestaltung des Koffers waren Kinder und Jugendliche involviert. Schülerinnen und Schüler der Wredow’schen Zeichenschule sind gemeinsam mit ihren Dozenten verantwortlich für das Design innerhalb des Koffers. In der Kinder- und Jugend-Kunst-Galerie „Sonnensegel“ entstanden Repliken und ein begleitendes Fotobuch.

Historische Streiflichter unserer Stadt

Durch die spannende, reichhaltige und einmalige Geschichte der Stadt lässt sich der Koffer in vielen Sequenzen anwenden und bietet einen regionalen Bezug für die globalen Themen des Unterrichts. In seiner Konzeption bietet sich der Koffer an, Inhalte zu vertiefen oder andere Blickwinkel zu gewinnen.

Dies könnten heute kurios wirkende Alltagsprobleme sein, wie z. B. der Schutz des frisch gewachsten Bartes vor dampfenden Heißgetränken oder die Notwendigkeit kleine Kriegsrationen Zucker aufzubewahren. Es geht weiter mit zünftigen Traditionen prägender Gewerke dieser Stadt und gibt den Einblick in Schicksale von Menschen, deren Gerechtigkeitsbegriff den ihrer Zeit überstieg. Hinter jeder Geschichte steckt auch immer die Geschichtsschreibung. Der Blick wandert vom Kleinen auf das Große.

Der Titel Streiflichter dient hier als inhaltliche Orientierung des Koffers. Wichtige Kapitel der Geschichte unserer Havelstadt werden dargestellt. Die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt ist ein Anliegen des Museumskoffers.

Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen auf eine spannende Entdeckungsreise in die Vergangenheit unserer Region zu gehen.

Infos und Buchung:

Der Museumskoffer Brandenburg an der Havel ist ein Projekt des STADTMUSEUMS im FREY-HAUS in Kooperation mit dem FREUNDESKREIS STADTMUSEUM e.V. in Zusammenarbeit mit der Stiftung Wredow‘sche Zeichenschule und der Kinder-und Jugend-Kunst-Galerie „Sonnensegel“ e.V. Das Projekt wird gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.