Deutscher Kugeltopf

Deutscher Kugeltopf (um 1250 -1300, gefunden in der Brüderstraße)

portfolio-kugeltopf-contentDer Kugeltopf (nach der Form her auch Bombentopf genannt) ist ein typisch mittelalterliches Keramikerzeugnis. In der Stadt Brandenburg tauchte der Kugeltopf das erste Mal ab dem 12. Jahrhundert auf. Erst im Laufe des 13. Jahrhunderts verdrängte dieses Gefäß allmählich den slawischen Tontopf mit Standboden.

Wofür benutzte man ihn und was ist die Besonderheit?
In ihm bereiteten die Menschen des Mittelalters Speisen zu und stellten ihn dafür auf die Glut des Feuers. Damit er nicht umkippen konnte, hatte er diese nicht ganz runde Form. Der Rand war stark ausgeprägt gewölbt, um ihn auch mit Hilfe eines Gerätes an der Rundung des Halses gefahrlos von der Glut zu heben.

Wie wurde der Topf hergestellt?
Zuerst formte man mittels einer Töpferscheibe aus einem Klumpen Ton die Hals- und die Randzone. Danach musste der Rand etwa zwei Tage trocknen, bevor man den Körper mit Hilfe der Faust in eine runde Form bringen konnte. Deshalb bekommt man auch immer die Faust in jeden Kugeltopf. Im Innern des Topfes lassen sich auch die Druckstellen der Knöchel nachweisen. In den letzten zwei Jahrzehnten fand man auf archäologischen Grabungen in der Stadt Brandenburg etwa 20 vollständig erhaltene Kugeltöpfe.

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