Brandenburg die Haupt Stadt der Chur und Marck Brandenburg

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Brandenburg die Haupt Stadt der Chur und Marck Brandenburg
von Jean Babtist Broebes, vor 1720, Kupferstich

Diese Ansicht von Brandenburg gewährt einen Blick über die im Vordergrund links liegende Dominsel mit einem barockisierten Dom und einer ebenfalls nach barocken Prinzipien errichteten Klausuranlage. Der Mühlendamm, an dem sich Mühlen befinden, führt in die Neustadt. Rechts befindet sich die Altstadt und daneben, als höchste Erhebung, der Marienberg mit der 1722 abgerissenen Marienkirche. Damit sind die 3 mittelalterlichen Stadtbereiche Brandenburgs umrissen.

Der Architekt und Kupferstecher Jean Babtist Broebes (1660- 1733) war ein französischer Hugenotte, der von dort fliehen musste und bald im Auftrag des preußischen Königs als Professor Militär- und Zivilbaukunst an der neu gegründeten Berliner Akademie lehrte. Vor allem aber war er ein verdienstvoller Vedutenmaler.

Seine pespektivische Ansicht von Brandenburg enthält eine „Vision der Dominsel“, die nicht realisiert wurde, wie viele seiner anderen visionären Arbeiten z.B. von Berlin.
Der Bezeichnung Brandenburgs als Hauptstadt im Bildtitel war im 18. Jahrhundert nur noch eine Ehrenbezeichnung. Im Mittelalter allerdings besaßen die beiden Städte Altstadt und Neustadt Brandenburg als Hauptstädte in der Markgrafschaft bzw. Kurfürstentum Brandenburg eine besondere Bedeutung.

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