Das Brandenburger Stadtsiegel

Das Brandenburger Stadtsiegel/Stadtwappen

portfolio-stadtsiegel-contentSeit dem 14. Jahrhundert gibt es Stadtwappen, im 16. Jahrhundert wurden sie allgemeiner Brauch. In der Regel übernahmen die Städte die Stadtsiegel, in die Form eines Wappens gebracht, als Wappen. Die Wappen der beiden Städte Brandenburg haben ebenfalls in den alten Siegeln ihren Ursprung. Die Führung eines Siegels war ein wesentliches Kennzeichen der städtischen Gemeinde und ihrer Vertragsfähigkeit. Amtliche Urkunden und Schriftstücke wurden damit beglaubigt.

Da bis zur Vereinigung 1715 die Alt- und Neustadt selbständige Städte waren, gab es auch zwei Siegel bzw. Wappen.

Als Zeichen für die Stadt erscheint auf vielen frühen Stadtsiegeln ein Teil eines Mauerringes mit Tor und Türmen oder ein ähnliches Architekturensemble.

Auf dem Siegel der Altstadt Brandenburg ist das nachzuvollziehen. Die abgebildeten Bauwerke sind nicht konkret bestimmbar. Die Umschrift lautet SIGILLUM. BRANDENBURGENSIS. CIVITATIS. Später änderte sich das Siegel und das Wappen der Altstadt Brandenburg. Dann wird es so beschrieben: „ …in Silber eine rote viertürmige Burg mit offenem Tor und Fallgitter, die beiden mittleren Türme mit je einem Schilde belegt, im rechten der schwarze preußische, im linken der rote brandenburgische Adler.“

Das Siegel und Wappen der Neustadt wird so beschrieben: „ …in Silber eine fünftürmige Burg, in deren Torbogen ein Gewappneter mit geschultertem Schwerte steht, der einen Schild mit dem roten brandenburgischen Adler vor sich hält.“ Der Gewappnete stellt den Markgrafen dar, und nicht, wie oft falsch angenommen, die Rolandfigur.

Die Umschrift des Siegels lautet: BRANDENBURGENSIUM (?) IOVE (?) CIVITATIS III. BRANDEBURCH.

Nach 1715 entstand das Wappen der Gesamtstadt durch das Nebeneinanderstellen der beiden Einzel-Wappenschilde. Darüber kam als Zeichen der Vereinigung der Städte durch den preußischen König die Königskrone.

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