Motorwagen ALSO

Motorwagen ALSO

portfolio-motorwagen-also-contentErnst Paul Lehmann gründete seine Spielzeugfabrik 1881 mit seinem Geschäftspartner Jean Eichner. Die Fabrik in der Klosterstraße produzierte Spielwaren aus Blech, die in den verschiedensten Farben bedruckt wurden. Lehmann arbeitete auch in seiner Freizeit an Ideen für die Produktion und schützte seine Spielzeuge mit Patenten davor, dass andere sie kopierten. Darum nannte er die Fabrik „Patentwerk Ernst Paul Lehmann“ (EPL). EPL verkaufte die Spielzeuge, die hier hergestellt wurden, in die ganze Welt, z.B. nach China, Nordamerika und Skandinavien.

Daran änderte auch ein Feuer im März 1895 nichts, bei dem das Gebäude zerstört wurde. Nach dem Brand wurde die Fabrik wieder aufgebaut und sogar erweitert. Heute noch zu sehen ist die Villa der Familie Lehmann in der Plauer Straße 6. Diese und das Fabrikgebäude werden heute von der Stadtverwaltung genutzt. Bis zu 800 Menschen arbeiteten in der Fabrik und stellten unter anderem den Motorwagen ALSO her. Der Name entsprang, wie so viele Namen aus der Produktion, der Fantasie. Der Wagen wurde ab ungefähr 1909 gefertigt und gehörte zu den am meisten verkauften Spielzeugen. Mit einem Schlüssel über eine Spiralfeder aufgezogen fuhr der ALSO durch das Zimmer. Fahrzeuge waren im Allgemeinen sehr beliebt, ob es Rennwagen, Lieferwagen oder Motorräder waren.

««« zurück zur Gesamtübersicht